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  • Viola Luise Barner

Gold

Updated: Jun 9

Knochenbrecher Crew Tanztreffen der Jugend/Berliner Festspiele


Choreographie/Konzept: Viola Luise Barner

Tanz: Marsilda Turtulli

Yasmina Murtazalieva

Eda Altug

Gold” ist ein sehr rohes Stück. Es setzt sich aus den Personen und ihren gemeinsamen, grenzübergreifenden Erlebnissen zusammen. So geht es einmal darum die Bronze-prüfung zu bestehen, die Beste im “Top Rock” zu sein oder im “Battle” gegen die Rivalen aus Potsdam zu gewinnen; ein anderes mal geht es darum, dass die Gruppe auseinander bricht weil Halil abgeschoben wurde, Marsilda nicht kommt weil ihr Vater im Krankenhaus liegt oder Fatima verboten wird mit ihren bereits 11 Jahren noch zu tanzen.

Nicht immer hält die Gruppe freiwillig zusammen, es sind verschiedenste Sprachen, Kulturen und Sitten vertreten. Manchmal verhindern die Eltern die Teilnahme ihrer Kinder, andere Male sind es gerade die Eltern, die die vielseitige Unterstützung willkommen heißen und ihr Kinder motivieren.

Viola Luise hat Raum und Struktur geschaffen, das Potential dieser Verbindungen auf der Bühne zu präsentieren. Thematisch sind es Charaktereigenschaften, Wünschen und Konflikte innerhalb der Gruppe die durch ihr natürliches/rohes Aufkommen faszinieren.

Yasmina spricht 5 Sprachen, hört alles, redet viel und wird von der Gruppe auch mal ausgeschlossen; sie hat eine explosive Bewegungsform und viel Ausdauer.

Eda ist auffällig klein, ruhig, beobachtend und fleissig; sie kann unsicher wirken aber ist sehr deutlich in ihrer Bewegungssprache.

Marsilda ist groß und sehr schlacksig, sie ist leicht gereizt und tänzerisch zwar undiszipliniert aber sehr kreativ, vor allem im Blick auf andere; so auch in “Gold”.

Die Proben für das Stück finden in Studios in der Schwedter Straße und im Theaterhaus Mitte statt. An Manchen Tagen werden einzelne Szenen wieder und wieder geübt, an manchen Tagen 2 bis 3 Komplett-durchläufe gemacht. Manchmal wird nur gesprochen, hinterfragt, zugehört - das eher auf den Ubahn-fahrten als im Proberaum - “Viola, wir sind doch zum tanzen hier.”, stimmt.

Das Ensemble entsteht aus dem Inklusionsprojekt “Knochenbrecher Crew” des Stadtbezirks Reinickendorf, Berlin. Die in 2017 gegründete Initiative basiert sich auf “Breakdance” und rechnet mit der Beteiligung von rund 10 Kinder mit und ohne Fluchterfahrungen, zum größten Teil (noch) in Heimen untergebracht.

Den Trainingsraum stellt die KITA “Albatroz” jeden Montag zur Verfügung, abgesehen von den freien Trainingsräumen wie “KMA Antenne” oder das Jugendhaus “Chip” die die Mitglieder der “Knochenbrecher Crew” in Begleitung ihrer Trainer*innen sporadisch besuchen. Außerdem werden Ausflüge, manchmal auch mit Übernachtung, veranstaltet. Meistens auf “Breakdance”-Veranstaltungen im Raum Norddeutschland.

Marsilda, Eda und Yasmina sind heute die drei “Knochenbrecher” die seit Anfang an dabei sind. Sie haben Trainer*innen und Mitglieder kommen und gehen sehen, haben Shows getanzt, Workshops besucht und an “Battles”/Wettbewerben teilgenommen.

Viola Luise ist seit November 2017 ihre beständige Trainerin und die künstlerische Leitung in “Gold”. Bericht Deutschlandfunk Kultur: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/09/24/nachwuchs_in_berlin_bericht_vom_tanztreffen_der_jugend_drk_20190924_2346_6344fbba.mp3




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