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Bei dem Auftritt der Knochenbrecher Crew - KBC am 08.05. zum Tag der Befreiung vom Faschismus auf Einladung von Raphael HillebrandPrivat (Die Urbane. Eine HipHop Partei) und Co hat der KBC Breaking Nachwuchs Yasmina Murtazalieva, Edanur und Julian die Kollejin Alda Mondlane mit dem "Oury Jalloh das war Mord" Schild gesehen.
Sie wollten danach wissen, wer Oury Jalloh war. Als sie hörten, dass in Deutschland ein Schwarzer von der Polizei in seiner Zelle umgebracht und verbrannt wurde, waren sie (die teilweise selbst Rassismuserfahrungen machen) aufrichtig schockiert. Im Anschluss wollten sie direkt ein Crewfoto mit dem Schild machen und Yasmina war am letzten Sonntag mit Viola Luba bei der nächsten Demo zum Gedenken an #GeorgeFloyd und gegen die rassistische Gesellschafts- und Weltordnung in der wir leben.

Als Nichtschwarze Praktizierende der Hip Hop Kultur haben wir eine besondere Verantwortung zu Antirassismus, antirassistischer-Bildungsarbeit (zu der sich die Kultur besonders gut eignet) und Praxis.

Die Hip Hop Kultur ist im Ursprung eine Schwarze Kultur, deren Wurzeln (wie auch die der gesamten Menschheitsgeschichte) nach Westafrika zurückreichen. Ein Großteil der Merkmale der Hip Hop Kultur (Cypher, Call and Response, Polyrhythmen etc.) machen diese direkte Verbindung deutlich, die eigentlich jede*r klar werden, die sich länger mit der Geschichte der Kultur auseinandersetzt.

Das klassische Angela Davis Zitat: “In a racist society it is not enough to be non-racist, we must be anti-racist.” gilt umso mehr für uns Praktizierende der Hip Hop Kultur:
>>im Hip Hop, der von Schwarzen als Überlebensmechanismus in einer rassistischen Gesellschaft entwickelt wurde, reicht es nicht einfach nur nicht rassistisch zu sein, wir müssen aktiv antirassistisch sein.<<

Dieser praktische Antirassismus wird umso wichtiger in Zeiten eines Widererstarkens der rechten Kräfte weltweit, in Zeiten wo offene Rassisten im weißen Haus sitzen, in Zeiten wo führende französische Professoren über das Testen neuer CoronaMedikamente in Afrika schwadronieren, in Zeiten von Racial Profiling (Statistiken, Freunde und Bekannte v.a. auch Geflüchtete aus Magdeburg berichten Schreckliches), in Zeiten eines Heimatministeriums (wtf), in Zeiten wo auch heute noch die deutschen Kolonialverbrechen im Geschichtsunterricht nicht vorkommen, in Zeiten deutscher und EU Handelspolitik und Agrarsubventionen, welche die Existenzgrundlage sehr vieler Menschen im globalen Süden zerstören und in Zeiten wo das Mittelmeer zum Massengrab wird... Die Liste könnte endlos lang fortgeführt werden.

Die Ganze abgefuckte Scheisse des institutionalisierten Rassismus und der weißen Vorherrschaft in den USA und hierzulande hat eine lange Traditionslinie, die sehr eng mit den Grundlagen und Bedürfnissen unserer Wirtschaftsordnung zusammenhängt. Die Reichen und Mächtigen brauchen uns gespalten und dies geht am Besten mithilfe von Rassismus, Patriarchat, Nationalen Spaltungen, Gelaber über die "Unterschicht" und und und.

Wir werden die ganze Kacke nur los, wenn wir uns zusammentun, uns organisieren, uns und andere bilden, unsere eigenen internalisierten Rassismen und Sexismen und co ablegen und auch vor Allem unser Wirtschaftssystem demokratisieren.

Wer Bock auf Bildungsarbeit für sich selbst und für Andere hat, hier ist eine Linkliste mit antirassistischen Bildungsmaterialien primär für Weiße..
http://bit.ly/ANTIRACISMRESOURCES (thanks go to Sam Sellers for these resources🙌🏽)

Wer ab 2021 Bock auf Hip Hop-basierte antirassistische feministische* und demokratische Bildungsarbeit hier in Deutschland hat meldet Euch gerne.. Ab 2021 wenn dieser vermaledeite Doktor fertig ist bin ich wieder am Start ^^

ansonsten halte ich es mit Marcus Staiger:
"Freundinnen und Freunde, wir brauchen ganz dringend eine demokratische Revolution. Wir müssen ganz, ganz dringend die Sicherheitskräfte und Staatsorgane wieder unter unsere demokratische Kontrolle bringen und wir müssen die Wirtschaft unter unsere demokratische Kontrolle bringen, sonst geht das alles nicht gut aus.
Wir brauchen eine demokratische Revolution und wir müssen uns lernen, uns zu organisieren. Wir müssen lernen, wie wir wieder zusammen kommen können und wie wir gemeinsam Entscheidungen treffen können.

Das haben wir verlernt und deshalb ist es wichtig, dass wir solche Sachen wieder üben. Dabei ist es dann wahrscheinlich auch egal, wo genau wir das tun, Hauptsache wir kommen zusammen und lernen wieder miteinander umzugehen.
Deshalb macht mit, bei irgendwelchen Mieter:innen-Initiativen oder Antirassismus-Gruppen. Macht mit bei Gruppen, die sich um Geflüchtete kümmern oder von mir aus auch, geht zu einer Ortsgruppe vom Naturschutzbund. Geht zu Ende Gelände oder der Seebrücke. Macht mit bei Unteilbar oder irgendwelchen anderen Initiativen, die sich für eine antirassistische und radikaldemokratische Gesellschaft einsetzen. Unterstützt die Selbstorganisierung von Betroffenen. Lasst Leute zu Wort kommen, die unter dem strukturellen Rassismus zu leiden haben – davon gibt es auch in Deutschland leider noch viel zu viel. Hört ihnen zu. Hört Euch Gegenseitig zu. Lasst Euch sprechen. Checkt Eure Privilegien und überlegt wie wir sie alle gemeinsam und solidarisch einsetzen können – gegen diejenigen, die an der Macht sind und von der Ausbeutung, der Spaltung, Umweltzerstörung und der Ungerechtigkeit profitieren.

Wir hier unten müssen uns organisieren und zusammenschließen. Das müssen wir üben. Also los: Üben wir. Wir haben nicht mehr viel Zeit.

Anfangen können wir bei den zahlreichen Demos gegen Rassismus und Polizeigewalt am Wochenende."

#Blacklivesmatter

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